28 Dez 2012

VR-Leasing verbrennt gesamtes Eigenkapital

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Die VR-Leasing Aktiengesellschaft mit Sitz in Eschborn plant für 2012 laut Vorstandsvorsitzendem einen Verlust, der das Eigenkapital aufzehren würde.

Über VR-Leasing

Die VR-Leasing bildet gemeinsam mit den Verbundpartnern DZ Bank, WGZ Bank, Bausparkasse Schwäbisch Hall, R+V Versicherung, WL Bank, Münchener Hypothekenbank, DG HYP, Union Investment Gruppe, TeamBank AG und der DZ PRIVATBANK die genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Aktuell beschäftigt die Gesellschaft 1.310 Angestellte.

Nach eigenen Aussagen verfügt die VR Leasing in den fünf Kernkompetenzfeldern Anlagen/ Maschinen, Energie- und Umwelttechnik, Fahrzeugen, Informations-/Kommunikationstechnologie und Medizintechnik mehr als 30 Jahre Branchenerfahrung.

Die VR-Leasing bietet Dienstleistungen in drei Produktbereiche. Die Projektfinanzierung umfasst das Leasing, den Mietkauf und die Kredite.  Über die Tochtergesellschaft VR FACTOREM wird ein Factoring angeboten und abgewickelt. Über die VR DISKONTBANK wird schließlich die bankgestützte Zentralregulierung für Einkaufsverbände angeboten.

VR-Leasing verbrennt 2012 gesamtes Eigenkapital

Der Vorstandvorsitzende Theophil Graband schätzt den Verlust für das Jahr 2012 auf ca. 240 Mio. € (nach HGB). Dies teilte die Börsen-Zeitung nach einem Interview am 19.12.2012 mit. Demnach wäre durch einen Verlust in dieser Höhe das Eigenkapital der VR-Leasing aufgebraucht.

Die Verluste resultierten aus nicht mehr zum Kerngeschäft gezählten Geschäftsfeldern, wie etwa Aktivitäten in Ungarn und Rußland. Dort ist die VR-Leasing an zwei Gesellschaften beteiligt. Im Osteuropa-Geschäft liefen nach Informationen der Financial Times Deutschland 150 Mio. € bis 300 Mio. € Verlust auf. Besonders die ungarischen Aktivitäten, die teilweise hohen Risiken unterlägen, führten zu Verlusten, die der Vorstand erst jetzt wahrgenommen konnte.

Nach der Neubewertung der Osteuropageschäfte solle zukünftig das Verbundgeschäft im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen. In diesem Sinne würden die Provisionen für Volks- und Raiffeisenbanken verdoppelt. Dieser Prozess könne ungefähr 2017 abgeschlossen sein. Zudem solle das Produktportfolio von 400 verschiedenen Dienstleistungen auf noch acht reduziert werden. Die Verschlankung der Strukturen habe bereits Wirkung gezeigt, so dass mit 30 Bereichsleitern nur noch halb so viele benötigt würden. Bis 2017 sollen zudem 260 weitere Stellen der aktuell 1.310 abgebaut werden.

DZ Bank soll frisches Kapital liefern

Wegen der prosperierenden Märkte Leasing, Mietkauf und vor allem Factoring plane man aber nach IFRS im kommenden Geschäftsjahr bereits eine „schwarze Null“. Dem aktuell drohenden Eigenkapitalengpass würden die Eigentümer der VR-Leasing – die DZ Bank und WGZ Bank – durch einen Ertragszuschuss entgegenwirken. Die Entscheidung über die Höhe dieses Zuschusses stehe kurz bevor. Aufgrund der eigenen Probleme der DZ Bank, die laut FTD vor allem mit Überkapazitäten im Kapitalmarktgeschäft zu kämpfen habe, bleibt das Ergebnis dieser Entscheidung spannend.

 

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(Quellen: https://www.vr-leasing.de/vr_leasing/unternehmen/finanzverbund/, abgerufen 22.12.2012; https://www.vr-leasing.de/vr_leasing/kompetenzfelder/, abgerufen 22.12.2012; http://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2012245011, angerufen 22.12.2012; http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:vr-leasing-dz-bank-tochter-macht-horrende-verluste/70115140.html, abgerufen 22.12.2012)
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