20 Apr 2015

Euler Hermes kündigt Weltbild

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Kreditversicherer haben durch die Bündelung von Lieferantenkrediten eine große Macht. Das muss seit Kurzem auch der Weltbild-Verlag spüren.

Warenkreditversicherung: Funktionsweise

Die Kreditversicherungen verbürgen ihren Versicherungsnehmern für deren Abnehmer die Aussenstände. Allerdings unterliegt jeder Abnehmer einer gründlichen Kreditprüfung. Das Ergebnis kann eine volle Einrichtung eines sog. „Kreditlimits“ sein, eine nur teilweise Versicherung oder gar eine Ablehnung. Sofern ein Kreditlimit für den Abnehmer eines Versicherungskunden zustande kommt, kann der Versicherungsnehmer (Lieferant) unter Gewährung eines Zahlungszieles liefern oder leisten. Sollte die Zahlung ausfallen, erhält der Versicherungsnehmer nach gewissen Fristen eine fast vollständige Entschädigung im Rahmen der Warenkreditversicherung.

Üblicherweise konzentrieren die Kreditversicherungsinstitute (Atradius, Coface, Euler Hermes, R+V, Zürich etc.) mehrere Lieferantenforderungen für einen bestimmten Abnehmer. Dadurch entsteht eine gewisse Stärke auf der Lieferanten- bzw. Gläubigerseite.

Kündigung der Kreditversicherungslimite für Weltbild

Die Kündigung der Kreditlimite für die Lieferanten, die bei Euler Hermes versichert sind, sei für den Weltbild-Verlag eine Katastrophe, so Betriebsrat Tim Boßmann im Gespräch mit buchreport.de. Daraus folge, dass man seit Wochen nur noch auf Vorkasse beliefert werde. Dadurch baue sich das Lager ab und Produkte mit geringem Umschlag würden häufig nicht lieferbar sein.

Euler Hermes sei einer der größten Gläubiger der Gruppe. Diese Situation entsteht durch die Bündelung der einzelnen Lieferantenforderungen. Wie ein bis dato loyaler und in der Insolvenz wichtiger Partner verloren werden könne, sei dem Betriebsrat Boßmann unklar und eine Verfehlung der Geschäftsführung.

 

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(Quellen: http://www.buchreport.de/nachrichten/handel/handel_nachricht/datum/2015/04/17/wareneinkauf-nur-noch-auf-vorkasse.htm, abgerufen 18.04.2015.)

 

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