13 Apr 2015

Banken wollen den Mittelstand

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Banken in Deutschland fokussieren wieder mal das Firmenkundengeschäft. Es ist aber ratsam die Alternativen zu kennen.

Banken mögen den Mittelstand

Bei den deutschen Banken und Sparkassen steigt der Druck auf die Etats und Erträge. Eine Lösung könnte das Geschäft mit den Firmenkunden sein. So versuchen viele Banken mittlerweile das starke konjunkturelle Wachstum dieser Zielgruppe für sich zu nutzen und die Kundengruppe der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) an sich binden. Gemäß der Zahlen des Statistischen Bundesamtes (destatis) Ende 2014 ist die Wirtschaft im sleben Jahr stärker gewachsen, als prognostiziert. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg demnach vor allem durch ein starkes viertes Quartal um 1,6 Prozent. Für das aktuelle Jahr rechnen Experten mit einem wiederum starken Konjunkturmotor bei den Unternehmen und Firmenkunden.

Aber welchen Mittelstand genau?

Immer wieder bestätigen gerade deutsche Banken ihren Anspruch an die eigene Stärke in Zusammenarbeit mit den Firmenkunden. Mehr heirzu ist zu erfahren in der Titelstory von Stefanie Hüthig und Christian Kemper in der April-Ausgabe des Bankmagazins : „Wo Banken ihre Chancen überschätzen“ (Seite 12-19). Die Kreditinstitute hätten demnach ihre Mittelstandskunden zumeist in einem eigenen Geschäftsbereich angesiedelt und clusterten sie in aller Regel nach dem Jahresumsatz. Doch bei der Definition von mittelständischen Firmenkunden zeigen sich große Unterschiede zwischen den Instituten. Das Corporate Banking der Commerzbank etwa siedelt Firmenkunden branchenübergreifend bei einem Jahresumsatz ab 2,5 Millionen Euro an. Geschäftskunden im mittleren Segment der Bank erzielen zwischen 12,5 und 500 Millionen Euro Umsatz. Variierende Cluster in Bezug auf die Eingliederung eines Unternehmens haben sodann Folgen für etwa Servicelevenls oder das durch die jeweilige Bank angebotene Leistungsspektrum.

Alternativen zur Bankenfianzierung

Die Ausrichtung auf den Mittelstand und der Wille an der Prosperation teilzuhaben führt allerdings nicht zwangsweise zu einer einfacheren Kreditvermittlung. Es gibt stark divergierende Brancheneinschätzungen. Und örtlich betrachtet lahmt vor allem in Südeuropa die Finanzierung durch Hausbanken. Eine Lösung könnten Mittelstandsanleihen sein, wie Hüthig/Kemper in ihrem Beitrag aufzeigen. Allerdings kommen Kapitalmarktfinanzierungen aufgrund der hohen Anforderungen, Kosten oder der Größenordnungen für das Gros der Mittelständler nicht in Frage.
Andere Finanzierungsalternativen sind etwa die Ausgliederung von Bürgschaften auf Versicherungsgesellschaften oder alternative Instrumente, wie etwa Factoring oder Einkaufsfinanzierungen.

Laut Corporate-Banking-Spezialist Hölzer ziehen deutsche Unternehmen zudem den klassischen Bankkredit vor. Der Grund: Die Firmen seien in der Regel langfristiger orientiert und oft noch familiengeführt. Unter dem Strich bleiben Banken die wichtigsten Kapitalgeber der deutschen Wirtschaft. Gezieltes Cross Selling weiterer Produkte, wie etwa Versicherungsdienstleistungen, soll die Erträge aus dem Firmenkundengeschäft stützen. Allerdings ist dieses Potenzial fraglich. Denn Analysen des Beratungshauses Oliver Wyman zeigen, dass bei Firmenkunden mit einem Jahresumsatz von mehr als 250 Millionen Euro das Hauptgeschäft aus Langfrist-Krediten und dem Transaction Banking kommt.

Wir unterstützen Sie als Factoring Makler sowohl bei der Auswahl und dem Setup als auch bei bereits bestehenden Programmen. Auch bei der Suche nach weiteren Alternativen können Sie uns gerne ansprechen. Nehmen Sie gerne Kontakt für ein unverbindliches Informationsgespräch auf: http://www.vanteef.de/kontakt/

(Quellen: http://www.springerprofessional.de/was-banken-sich-vom-mittelstand-versprechen/5650790.html, abgerufen 13.04.2015; http://www.springerprofessional.de/wo-banken-ihre-chancen-ueberschaetzen/5637914.html;jsessionid=2FCE12FB1CB506F832E41709A677521B.sprprofltc0202, abgerufen 13.04..2015.)
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